Shanties sind Arbeitslieder, die an Bord der Segelschiffe gesungen wurden. Sie halfen den Seeleuten, den sailors, die harte, schwere Arbeit an Bord etwas zu erleichtern und zu vergessen. Außerdem gaben die Shanties der Arbeit den erforderlichen, sich immer wiederholenden Rhythmus: Beim Heißen der Segel und Brassen der Rahen, beim Durchsetzen der Taue, beim Bedienen der Pumpen oder Drehen der schweren Winden - z.B. beim Ankerlichten.Da die meisten Schiffe damals unter englischer und amerikanischer Flagge segelten, war die Umgangssprache an Bord auch Englisch. So verwundert es nicht, dass die meisten Shanties auch englische Texte haben.

Der Shanty-Chor Bremerhaven wurde im Mai 1968 gegründet. Ein kleiner Kreis begeisterter Sänger mit ganz unterschiedlichen Berufen wuchs schnell zu der heutigen Stamm-Crew von 27 Mann heran. Der langjährige Vorsänger, Munin Brust, übernahm Ende 1986 auch die Leitung des Chores.

Dieses Liedgut möglichst originalgetreu zu pflegen, hat sich der Shanty-Chor Bremerhaven zur Aufgabe gemacht.
Im Laufe der Jahre nahm die
Zahl der Auftritte und Konzerte in vielen Kurorten und Städten der Bundesrepublik ständig zu.
So z.B.: Bundesgartenschauen,“Grüne Woche Berlin”, Bad Harzburger Lichterfeste, bis “Deutschlands Fest”, zum “Tag der Wiedervereinigung” in
Berlin, auf dem der Chor im Oktober 1994 und 1997 das Land Bremen vertrat. Viele Auftritte im Rundfunk (Hafenkonzerte) und Fernsehen (z.B.: “Drehscheibe”, Sonntagskonzerte, “Kein schöner Land”, bis “Die volkstümliche Hitparade” im ZDF und
“Musikantenstadl” mit Karl Moik im ORF/ARD) machten den Chor weit über die Grenzen seiner Heimatstadt bekannt.

Bei Großveranstaltungen in Rotterdam, Amsterdam und in anderen Städten in den Niederlanden trat der Chor als musikalischer Botschafter der
Bundesrepublik auf.
In den zurückliegenden Jahren wurden drei Langspielplatten und Musikkassetten, eine Maxi-Single im Auftrag des Büro BREMEN-WERBUNG und eine CD (1994) herausgebracht. Die neueste CD liegt nun vor.
Der Shanty-Chor
Bremerhaven wird auch in Zukunft sein Repertoire vervollständigen, um sein Publikum mit den Arbeitsliedern der Fahrensleute auf den Windjammern zu begeistern.

